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    116-117

    Bundesweit erreichen Sie unter der Telefonnummer 116 117 den ärztlichen Bereitschaftsdienst – kostenlos vom Festnetz und mit dem Mobiltelefon. Eine Vorwahl ist nicht erforderlich. Sie werden entweder automatisch anhand Ihrer Rufnummernkennung (Festnetz) oder über eine Zentrale mit der für Sie zuständigen Bereitschaftspraxis verbunden. Dieser Service gilt sowohl für Kassen- als auch für Privatpatienten.

    Fliegerarzt Praxis München

    In unserer fachübergreifenden Praxis in München/Laim beraten wir Privatpilotinnen und Privatpiloten sowie fliegerisches Personal in fliegerärztlichen Angelegenheiten und führen die entsprechenden Untersuchungen durch. Mit unserer zusätzlichen Erfahrung aus der Allgemeinmedizin und der Arbeitsmedizin können wir Sie umfassend medizinisch beraten.

    Unser flugmedizinisches Angebot umfasst:

    EASA

    LAPL

     Medical für die Light Aircraft Pilot License

    Klasse II – PPL

    für Privatflugzeugführer, Privathubschrauberführer, Segelflugzeugführer, Freiballonführer

    Cabin Crew

    (Klasse II − PPL)

    Flugmedizinische Untersuchungen, EASA, Class I und II

    Seit Einführung der EASA ist eine gegenseitige europäische Anerkennung endlich erreicht. In unserem Ärztezusammenschluss unter der Leitung von Dres. med. R. Buchhold (AME) und P. Matic (AME) ist es nun möglich, die dafür notwendigen Untersuchungen (Class I und II) in kurzer Zeit vorzunehmen und die Gutachten auszustellen. Meist ist nur ein Besuch notwendig, mit Ausnahme der Erstuntersuchung. Hier müssen noch andere Fachärzte mit einbezogen werden. Berufspiloten müssen nach Class I untersucht werden.

    Untersuchungsumfang

    Seit der Implementierung der EASA-Standards haben wir Ärzte sehr wenig Handlungsspielraum, was manchmal gut und manchmal schlecht ist. Kaum eine Bestimmung für Ärzte regelt so detailreich, was sein darf oder auch nicht. Der Untersuchungsumfang ist genau geregelt, ebenso die Verfahrensweise bei Abweichungen von der Norm.

    Die Facharztdisziplinen, ohne die es einfach nicht geht, sind die HNO-Ärzte und die Augenärzte. Alle weiteren Fachärzte sind nur dann zu konsultieren, wenn Abweichungen von der Norm auftreten.

    Die Untersuchung besteht aus folgenden Schritten:

    I. Anamnese = Krankengeschichte

    Diese muss auf einem amtlich aufgelegten Formular niedergeschrieben werden und dann vom Probanden unterzeichnet werden. Denn wir sind Ärzte und keine Hellseher, und manches Leiden lässt sich durch eine physikalische Untersuchung nicht nachweisen. Zum Beispiel die Epilepsie.

    II. Die physikalische Krankenuntersuchung

    Jeder Proband muss vom Arzt persönlich untersucht werden. Dieser Untersuchungsgang umfasst die Inspektion (=Betrachtung), die Palpation (=das Abtasten), die Perkussion (=das Abklopfen), die Auskultation (=das Abhorchen) verschiedener Organe, die Überprüfung der Beweglichkeit der Wirbelsäule und der Gliedmaßen, das Prüfen der Reflexe und noch manch andere Schritte. Auch wenn all diese Untersuchungsgänge ohne technischen Aufwand vor sich gehen und daher häufig belächelt und unterschätzt werden, sind sie unerlässlich. Das auf Sie gerichtete Auge eines erfahrenen Arztes kann oft mehr erkennen als eine hochtechnologische Apparatur.

    III. Die Überprüfung der Sinnesorgane

    Auge und Ohren spielen verständlicherweise eine ganz besonders große Rolle in der Tauglichkeitsbeurteilung eines Piloten. Das Gesetz schreibt exakt vor, wann eine solche Untersuchung vom Fliegerarzt selbst vorgenommen werden darf und wann er Sie zum Facharzt schicken muss. Dies hängt vom Alter und von der Art der angestrebten Tauglichkeit ab.

    IV. Laboruntersuchung

    In jedem Fall muss Blut abgenommen werden. Es gibt keine EASA-konforme Untersuchung ohne Blutabnahme, auch wenn der Umfang der Analysen gering ist.

    V. Urinunteruchung

    Jeder Proband muss Urin abgeben, der dann auf verschiedene Parameter überprüft werden muss.

    VI. RR-Messung

    Selbstverständlich ist dies eine obligate Untersuchung für jeden Probanden. Es muss zwei mal gemessen werden.

    VII. EKG

    In bestimmten Zeitabständen muss ein EKG (Elektrocardiogramm) abgeleitet werden. Es zeichnet die Herzstromkurve auf und lässt Schlüsse auf die Funktionstüchtigkeit Ihres Herzens zu.

    VIII. Lungenfunktionstest

    Muss ebenfalls in genau geregelten Zeitabständen vorgenommen werden. Dabei gibt es die einfachere Form (Peakflow) und die kompliziertere Art (Spirographie).

    IX. Hörtest

    Ein einfacher Hörtest muss bei jeder Untersuchung gemacht werden. Dabei muss der Proband aus zwei Metern Entfernung mit dem Rücken zum Untersucher mit jeweils einem Ohr Konversationssprache verstehen. IFR-taugliche PPL-Piloten brauchen in gewissen Zeitabständen einen richtigen frequenzspezifischen Hörtest, der als Audiogramm bezeichnet wird. Class I-Piloten benötigen Audiogramm und HNO-Fachbefund in bestimmten Zeitabständen.

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    Zusammenfassung der Mindestanforderungen und Fristen für die Ausstellung von Tauglichkeitszeugnissen


    Lizenz



    Klasse 1 – CPL, ATPL



    Klasse 2 – PPL


    Erstuntersuchung Flugmedizinisches Zentrum (AMC) Flugmedizinisches Zentrum (AMC) oder flugmedizinischer Sachverständiger (AME)
    Gültigkeitsdauer Routineuntersuchung bis 40: jährlich, ab 40: alle 6 Monate bis 30: alle 5 Jahre, 30-49: alle 2 Jahre, ab 50: jährlich
    Hämoglobin bei jeder Untersuchung bei der Erstuntersuchung
    Thorax – Röntgenaufnahme bei der Erstuntersuchung, danach gemäß EASA wenn indiziert
    Elektrokardiographie bei der Erstuntersuchung, danach bis 30: alle 5 Jahre, 30-39: alle 2 Jahre, 40-49: jährlich, ab 50: alle 6 Monate bei der Erstuntersuchung, 40-49: alle 2 Jahre, ab 50: jährlich
    Audiometrie bei der Erstuntersuchung, danach bis 40: alle 5 Jahre, ab 40: alle 2 Jahre bei der Instrumentenflugberechtigung, danach bis 40: alle 5 Jahre, ab 40: alle 2 Jahre
    Umfassende HNO – Untersuchung bei der Erstuntersuchung, danach bis 40: alle 5 Jahre, ab 40: alle 2 Jahre bei der Erstuntersuchung
    Umfassende Augen – Untersuchung bei der Erstuntersuchung, danach gemäß EASA bei der Erstuntersuchung, danach gemäß EASA
    Lipidstatus bei der Erstuntersuchung und mit 40 bestehen mehr als 2 koronare Risikofaktoren: bei der Erstuntersuchung, danach mit 40
    Spirometrie (peak flow) bei der Erstuntersuchung, danach peak flow mit 30, 35 und 40, danach alle 4 Jahre peak flow bei der Erstuntersuchung, danach mit 40, danach alle 4 Jahre
    Urinstatus bei jeder Untersuchung bei jeder Untersuchung

    Die vollständigen Forderungen sind in EASA im einzelnen dargelegt:

    Link EASA


    Neu ab Januar 2021


    Seit Jahresbeginn sind die Antragsformulare neu.
    Bitte füllen Sie die Anträge ausschließlich auf diesen Formularen aus.
    Alte Formulare werden nicht entgegengenommen!
    (Aktueller Link zu den neuen Antragsformularen)


    Neu eingeführt wurde ein Fragebogen zu „mental health“. Dieser ist nach Vorgabe des LBA von Piloten Klasse 1 und 2 auszufüllen.
    „hier geht es zum Fragebogen“ [405 KB]

    Der Antrag kann auch vorab ausgedruckt werden (siehe rechte Kontextspalte) und sollte ausgefüllt mitgebracht werden.
    Das Original muß vom Fliegerarzt seit 1/20 vor Ausstellung des medicals als pdf-Datei an das LBA übermittelt werden.

    Der Fragebogen „mental health“ kann auch vorab ausgedruckt werden, er muss vom Piloten ausgefüllt und mitgebracht werden.